Psychotherapeutische Sprechstunde

Psychotherapeutische Sprechstunde

Sprechstunde für psychische Störungen nach Arbeitsunfall

Nach einem Unfall sind die körperlichen Folgen meist offensichtlich, oft ist aber auch die Psyche betroffen: Ängste, depressive Verstimmungen, Schmerzen, bleibende Behinderungen oder Veränderungen im Körperbild durch Narben oder Amputationen, sowie psychische Reaktionen auf extrem belastende Ereignisse sind Unfallfolgen, deren Bewältigung für die Betroffenen eine große Heraus-forderung darstellen können.

Nach klinischer Erfahrung erleiden ca. 20 – 30 % aller Unfallverletzten eine psychoreaktive Störung. Verlängerte Heilverfahren und eine erschwerte berufliche und soziale Wiedereingliederung sind oft darauf zurückzuführen.

Zu spätes Erkennen und verzögert einsetzende fachspezifische Behandlung verursachen erhebliche Belastungen für Versicherte und Kostenträger.

 Angebot der psychologischen Sprechstunde

Das Spektrum umfasst die

  • Diagnostik zur Erkennung von psychischen Problemen und Störungen mit Klärung des Kausalzusammenhangs, daneben
  • Kriseninterventionen und psychotherapeutische Interventionen wie Psychoedukation, gezielte psychische Entlastung und Stabilisierung, Verhaltenstrainings (z. B. bei Ängsten) und
  • Vermittlung von Schmerz-bewältigungsstrategien bei chronischen Schmerzen.

Sind weitergehende psychotherapeutische Rehabilitationsmaßnahmen nötig, wird die Vermittlung des Patienten zu wohnortnah praktizierenden Psychotherapeuten, die über fachspezifische Ausbildungen vor allem auf psychotraumatologischem Gebiet verfügen, übernommen.

 Häufig zu diagnostizierende Störungsbilder

In der Gruppe der psychoreaktiven Störungen, die in der klinischen Praxis bei der Arbeit mit Unfallverletzten einen Schwerpunkt einnimmt, sind vor allem die sogenannten Belastungs- und Anpassungsstörungen zu nennen (ICD-10 F43), wie die akute Belastungsreaktion, die posttraumatische Belastungsstörung und die Anpassungsstörungen.
Zu diagnostizieren sind zudem häufiger affektive Störungen wie depressive Episoden (ICD-10 F32ff), diese vor allem bei bleibenden körperlichen Verletzungen der Patienten und entsprechenden Einschränkungen im Alltags- und Berufsleben.
Daneben treten singuläre phobische Reaktionen auf (ICD-10 F40.2), die sich nach spezifischen angstauslösenden Situationen, wie Angst vor dem Autofahren - bei Wegeunfall - oder Höhenangst – nach Sturz vom Gerüst -, einstellen können, und die eine Wiedereingliederung in den Beruf erschweren.

 Psychologische Behandlung

Ziel der psychologischen Intervention ist die Kompensation von entsprechenden psychoreaktiven Störungen und der Vollzug der Reintegration in den beruflichen und sozialen Alltag.
Dazu leistet der psychologische Dienst, integriert in den ganzheitlichen Rehabilitationsansatz im Rahmen des berufsgenossenschaftlichen Heilverfahrens, einen wirksamen Beitrag.
In enger Zusammenarbeit mit allen Betroffenen und den verschiedenen Abteilungen im Haus wird eine möglichst rasche und gelingende Rückkehr in das Erwerbs- und Alltagsleben unterstützt.
Auch aufgrund dieser gelingenden Kooperation erfährt der Patient die psychologische Diagnostik und Therapie in der Regel nicht als stigmatisierend.
Die intensive Kooperation mit Ärzten, externen psychologischen Behandlern und Mitarbeitern der Berufsgenossenschaften, sowie die Bemühungen um sinnvolle Koordinierung der Behandlung trägt wesentlich zu einem gelingenden Verlauf bei.

 Sprechzeiten

Tägliche Sprechzeiten nach Vereinbarung. Schriftliche oder telefonische Anmeldung bei Frau Hellemann 0421/598606-73.

  Ansprechpartnerin

Mirja Pfeil

Diplom Psychologin
Psych. Psychotherapeutin

  Ansprechpartnerin

Frau Gäwert

Diplom Psychologin
Psych. Psychotherapeutin
Traumatherapeutin

  Kontakt und Termine

Anja Hellemann

  0421 598 606 73   0421 598 606 60 anja.hellemann@bga-bremen.de