Berufserkrankung/AMR

Berufserkrankung/AMR

Den Alltag leichter machen: Mit der Ambulanten Medizinischen Rehabilitation (AMR) gezielt gegen berufsbedingte chronische Erkrankungen

Wenn eine Erkrankung chronisch ist beziehungsweise chronisch zu werden droht oder eine Berufskrankheit im Raum steht, ist die Ambulante Medizinische Rehabilitation angezeigt. Sie orientiert sich konzeptionell und inhaltlich an den Rahmenempfehlungen der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR). Geeignet ist die AMR für Patienten mit Rehabilitationsbedürftigkeit und –fähigkeit, denen eine günstige Rehabilitationsprognose ärztlich bestätigt wurde.

Ziel der AMR ist eine Verbesserung der funktionalen Gesundheit im Sinne der körperlichen und mentalen Fähigkeiten des Patienten. Damit sollen Funktionseinschränkungen bei Alltagsaktivitäten im beruflichen und privaten Bereich verringert und damit eine Steigerung der Lebensqualität erreicht werden. Bei der Planung der Reha-Maßnahmen beziehen wir die individuellen Gegebenheiten sowie das persönliche Umfeld des Patienten konsequent mit ein.

Wir bieten die AMR für folgende Krankheitsbilder an:

  • Chronische Atemwegserkrankungen, insbesondere bei Asbestose und COPD
  • Gonarthrose
  • Degenerativ bedingte Wirbelsäulenerkrankungen
  • Berufsbedingte Beschwerden des Kniegelenks bei jüngeren Patienten ab 30 Jahren (Kniekolleg)

Die Rehabilitation erfolgt nach dem 3-Stufen-Modell

 Stufe 1: Aufbauphase

13 Therapietage sowie zwei Testtage

  • Umfang: Fünf Mal wöchentlich fünf bis sechs Stunden über einen Zeitraum von drei Wochen
  • Anwendungen in Rahmen einer Gruppentherapie, maximal sechs Patienten
  • Darüber hinaus: Einzelanwendungen in der Physio- und physikalischen Therapie sowie bei Bedarf psycho-soziale Beratung
 Stufe 2: Stabilisierungsphase

Dauer: Drei Monate

  • Umfang: Einmal wöchentlichen drei bis vier Stunden Anwendungen der Medizinischen Trainingstherapie (MTT) sowie Wassergymnastik
  • Bei Bedarf weitere Gesundheits- und Ergonomieschulungen sowie psycho-soziale Beratungen
 Stufe 3: Erhaltungsphase

Damit die erreichten Ergebnisse im Alltag stabilisiert werden können, begleiten wir die Patienten beim Übergang in wohnortnahe Sportvereine oder Gesundheitszentren. Dort wird die auf die Grunderkrankung zugeschnittene Sport- und Bewegungstherapie zweimal pro Woche weitergeführt – im günstigsten Fall lebensbegleitend.

  Ansprechpartner

Prof. Dr. rer. nat. Stefan Dalichau

Leitung Sporttherapie

  0421 598 606 67 stefan.dalichau@bga-bremen.de